Bildungspolitik

Am 24. September 2012 haben die Schweizer Bevölkerung und alle Stände mit 71.2 Prozent JA-Stimmen den Gegenvorschlag zur Initiative «Jugend und Musik» gutgeheissen und damit die musikalische Bildung in der Schweizer Verfassung verankert:

Art. 67a   Musikalische Bildung

¹Bund und Kantone fördern die musikalische Bildung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen.
²Sie setzen sich im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für einen hochwertigen Musikunterricht an Schulen ein. Erreichen die Kantone auf dem Koordinationsweg keine Harmonisierung der Ziele des Musikunterrichts an Schulen, so erlässt der Bund die notwendigen Vorschriften.
³Der Bund legt unter Mitwirkung der Kantone Grundsätze fest für den Zugang der Jugend zum Musizieren und die Förderung musikalisch Begabter.

Grundlage der Umsetzung bildet der 2013 unter Mitwirkung des VMS erarbeitete Expertenbericht des EDI.

Erste Massnahmen sind im Kulturfördergesetz 2016 abgebildet und sind in der Kulturbotschaft 2016 – 2020 erläutert. Das neu geschaffene Bundesprogramm Jugend und Musik (Verordnung J+M zum Download) bildet dabei ein Kernelement mit dem Ziel der Förderung der Breitenförderung. Für Musikschulen werden ergänzende Angebote (Positionierung der MS im Programm J+M zum Download) unterstützt, sofern die Lehrpersonen über eine J+M Grundausbildung verfügen.

Der VMS setzt sich aktiv zur Umsetzung weiterer Massnahmen aus dem Expertenbericht ein. Dazu gehört auch die Begleitung der Kantonalverbände in Anliegen, die in den Kantonen umgesetzt werden sollen: Handbuch zur Umsetzung des VA 67a in den Kantonen zum Download (nur mit login), Gesetzgebungen in den Kantonen zum Download (nur mit login), Kantonsprofile zum Download (nur mit login).