Claire Bodin ist eine französische Musikwissenschaftlerin, Cembalistin und Kulturvermittlerin, die sich seit vielen Jahren für die Wiederentdeckung und Förderung von Komponistinnen der klassischen Musik einsetzt. 2011 gründete sie das Festival Présence Compositrices, das sich ausschließlich den Werken von Komponistinnen aus verschiedenen Epochen und Ländern widmet. Claire Bodin ist Mitglied des Strategischen Gleichstellungskomitees des Centre national de la musique in Frankreich. Regelmässig hält sie Vorträge, leitet Workshops und nimmt an wissenschaftlichen Tagungen und Podiumsdiskussionen teil. Insbesondere wurde sie im März 2022 eingeladen, im Rahmen des Seminars « A la recherche des œuvres perdues » («Auf der Suche nach verlorenen Werken») von Professor William Marx am Collège de France zu sprechen.
Sie initiierte die Gründung des Centre de ressources et de promotion, dessen Direktorin sie heute ist. Ausserdem war sie massgeblich an der Entstehung von «Demandez à Clara» beteiligt, einer weltweit einzigartigen Datenbank, die Informationen über Komponistinnen und ihre Werke zugänglich macht.
2017 publizierte Claire Bodin beim Verlag Éditions de la Nerthe einen der Komponistin Camille Pépin gewidmeten Gesprächsband und 2021 wurde ihr erster Roman «Le fil d’Adrienne» im Vérone Verlag veröffentlicht. Für ihr Engagement wurde sie 2023 zur Chevalière des Arts et des Lettres ernannt und erhielt 2024 einen Preis der Commission nationale des droits des femmes der Grande Loge Féminine de France.
